Was macht ein Bioinformatiker?

Bioinformatiker

Keyfacts


Bioinformatiker Branche Branche
  • EDV-Dienstleister
  • chemischen und pharmazeutischen Industrie
Gehalt Bioinformatiker Gehalt
30.000€ - 45.000€
Nachfrage
hoch
Fremdsprachen
Deutsch, Englisch
Studium Bioinformatiker Studiendauer
6-11 Semester inkl. Master
Alternativen Bioinformatiker Alternativen
Synonyme Bioinformatiker Synonyme
  • -

Unternehmen

Tätigkeit eines Bioinformatikers

Als Bioinformatiker ist Dein Hauptaufgabenfeld, das Verarbeiten von Daten im Hinblick auf biologischen Strukturen und Prozessen. Unterstützt wirst Du dabei von neusten Informationstechnologien. Als Bioinformatiker agierst Du im interdisziplinären Rahmen und bist an der Schnittstelle zwischen der Informatik und den so bezeichneten Life Sciences (Chemie, Biologie sowie Pharmazie) tätig. So löst Du also Probleme, die sich innerhalb der Lebenswissenschaften ergeben, mit computergestützten Methoden. In der Öffentlichkeit bekannt geworden ist die Arbeit von Bioinformatikern erst richtig im Jahr 2001, als Bioinformatiker im Hinblick auf die Sequenzierung des menschlichen Genoms entscheidende Hinweise gaben. Grundsätzlich gilt die Bioinformatik als ein Forschungsgebiet mit einem ungemein breiten Spektrum. Wesentliche Segmente der Bioinformatik sind diesbezüglich zum Beispiel die Integration und Verwaltung biologischer Daten, die Strukturbioinformatik, die Sequenzanalyse und die Datenanalyse in Bezug auf Hochdurchsatzmethoden. Da die Bioinformatik grundsätzlich benötigt wird, um Datenmaterial in großem Maßstab zu bewerten respektive zu analysieren, bist Du mit Deiner Tätigkeit als Bioinformatiker gerade wichtig für die Systembiologie. Durch die kontinuierlich stark wachsende Menge an biologischen Informationen bzw. Daten (Beispiel: DNA- und Proteinsequenzen und ihre Annotation, Interaktionen biologischer Moleküle, 3D-Proteinstrukturen sowie Hochdurchsatzdaten von zum Beispiel Microarrays) steigen die Anforderungen an die explizite Handhabung eben dieser Daten stetig an. Als Bioinformatiker kümmerst Du Dich dabei vorzugsweise um eine entsprechende Datenaufbereitung sowie Datensicherung in verknüpften und geeignet indizierten biologischen Datenbanken.

Folgende Aufgaben innerhalb unterschiedlicher Anwendungsbereiche zählen dabei generell zu Deinem Portfolio:

  • Du musst als Bioinformatiker für die Datenverwaltung effektive und computergestützte Verarbeitungsmethoden generieren bzw. nutzen.
  • Die Erstellung von verlinkten und geeignet indizierten biologischen Datenbanken ist dabei eine Deiner Haupttätigkeiten.
  • Nutzen und Optimieren der so bezeichneten Protein Data Bank. In dieser am längsten existierenden Datenbank sind überaus viele Daten über die Aminosäuresequenz und 3D-Strukturen von Makromolekülen (biologisch wichtig) gespeichert.
  • Nutzen und Optimieren der verschiedenen Nukleotidfrequenz-Datenbanken, die sich zur Gemeinschaftsarbeit unter dem Dach der Internationalen Nukleotidsequenz-Datenbank-Zusammenarbeit symbiotisch vereinigt haben.
  • Durchführen einer Sequenzanalyse. Diesbezüglich testest Du als Bioinformatiker, ob bei einem entsprechenden Sequenzvergleich zwei Gene zusammen passen bzw. miteinander verwandt sind. Hierbei setzt Du als Bioinformatiker auf eine dynamische Programmierung mit entsprechenden Algorithmen sowie auf die so bezeichneten heuristische Algorithmen.
  • Des Weiteren führst Du Analysen von Genomen durch. Dabei fügst Du DNA-Bruchstücke mit Unterstützung von bestimmten bioinformatischen Anwendungen zusammen.
  • Du wählst Methoden bzw. Instrumente zum Auffinden von Genen aus. Deine bevorzugten Einsatzgebiete sind diesbezüglich vor allem die unbekannten DNA-Sequenzen wie zum Beispiel die Markow-Ketten, die statistische Sequenzanalyse oder auch künstliche neuronale Netze, die der Mustererkennung dienen.
  • Auch die Strukturbioinformatik nimmt einen breiten Raum innerhalb Deines Aufgabenportfolios ein. Du bearbeitest dabei vor allem die entsprechenden Fragestellungen der Proteomik, wobei die Bereiche Proteinstruktur, Strukturanalyse sowie Proteinfaltung Priorität genießen.
  • Als Bioinformatiker bist Du für die Analyse der Sekundär- und auch der Tertiärstruktur verantwortlich; Voraussetzung für eine Analyse dieser Art ist allerdings das Kennen der Aminosäuresequenz.
  • Du untersuchst mit diversen Liganden die jeweilige Interaktion von Proteinen. - Auch die exakte Erforschung respektive Analyse des Verhaltens von mutierten Proteinen zählt zu Deinem Aufgabengebiet als Bioinformatiker. Einen hohen Stellenwert besitzt dabei Deine Einschätzung, welche Auswirkungen bzw. Folgen ein verändertes Makromolekül im Endeffekt auf die Funktionen und die Funktionsweisen des menschlichen Körpers hat.

Bioinformatiker

Anforderungen


Selbstkompetenz

  • Aufmerksamkeit

Tipps & Informationen

Karriere-Guide

Vorstellungsgespräch

Schriftliche Bewerbung

Musterbewerbung Biologie

Bewerbungsschreiben nach Jobart

Wie werde ich Bioinformatiker? 

Bioinformatik wird als Bachelor-Studiengang (Stand Februar 2015) an acht Universitäten und zwei Fachhochschulen angeboten, außerdem ist es im Fächerangebot von etwa 20 Studiengängen wie Biologie, Biotechnologie, Medizintechnik, Informatik oder Medizininformatik. Als Master-Studium ist das Angebot zahlenmäßig und inhaltlich sehr ähnlich: Es wird als Studiengang oder Fach überwiegend an wissenschaftlichen Hochschulen (Universitäten) und weniger an Fachhochschulen und sowohl als Studiengang „Bioinformatik“ wie auch als Bestandteil (Pflichtfach oder Vertiefungsrichtung) von anderen Studiengängen angeboten

Studiendauer:

  • 6-7 Semester (Bachelor), wobei das siebte Semester meist das obligatorische Praxissemester ist, dass man bei Fachhochschul-Studiengängen absolvieren muss.
  • Zusätzlich 3-4 Semester (Master)

 

 

Wo kann ich als Bioinformatiker arbeiten?

Als Bioinformatiker findest Du in erster Linie Beschäftigung in Unternehmen, die der chemischen oder pharmazeutischen Branche zuzurechnen sind. Zudem erweisen sich vor allem Datenbank- und Softwareanbieter in Bezug auf naturwissenschaftliche Anwendungen als potentielle Arbeitgeber für einen Bioinformatiker. Auch EDV-Dienstleister generieren in der Regel eine vergleichsweise hohe Nachfrage nach Mitglieder dieses Berufsstands. Ebenso wie ein Biotechnologe kannst Du als Bioinformatiker zudem jederzeit eine berufliche Karriere in der Forschung und Entwicklung anstreben, wobei sich diverse Forschungseinrichtungen oder die Universitäten als Arbeitgeber empfehlen.

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Karriere und Gehalt eines Bioinformatikers

Als Bachelorstudent kannst Du als Berufseinstiegsgehalt etwa 1.900 bis 2.300 Euro brutto im Monat erwarten. Steigst Du dagegen als Masterabsolvent in ein Unternehmen ein, kannst Du bereits zwischen 2.400 und 2.800 Euro im Monat verdienen. Nicht unterschätzt werden darf dabei die Einflussnahme der jeweiligen Branche. So hast Du insbesondere in der chemischen und pharmazeutischen Industrie beste Chancen auf ein attraktives Gehalt. In der Forschung und auch der Biotechnologie zahlen demgegenüber die Unternehmen generell weniger Gehalt. Du kannst als Bioinformatiker natürlich auch ins Ausland gehen. In den USA werden in großen Unternehmen teilweise sogar bis zu 150.000 Euro als Jahreseinstiegsgehalt geboten. In hiesigen Breitengraden gilt prinzipiell: Je größer Dein Verantwortungsbereich ist, desto größere Gehaltsansprüche kannst Du stellen. Laut aktueller Gehaltsstudien verdienst Du nach einigen Jahren Berufserfahrung etwa um die 3.000 bis 3.700 Euro (brutto) im Monat. Allerdings schaffen es Spitzenverdiener in Unternehmen auch schon mal auf über 7.000 Euro im Monat, wobei dies nicht allzu häufig vorkommt. Arbeitest Du als Bioinformatiker dagegen in der Forschung, sind die Gehälter im Normalfall niedriger. Aber: Kannst Du einen Arbeitsplatz als Bioinformatiker beispielsweise in einem großen Medizintechnik-Unternehmen ergattern, sind 5.000 Euro im Monat durchaus ein realistisches Gehaltsziel.

Welche Spezialisierungen und Alternativen gibt es zum Bioinformatiker?

Der Beruf des Bioinformatikers bietet zahlreiche Alternativen. Die wichtigsten findest du unten aufgeführt: